Foooooood!!!!

Hm... heute gab's ziemlich viel Essen und mir geht es verdammt schlecht damit :( Ich fühle mich richtig eklig und so unglaublich dick, obwohl ich genau weiß, dass das nicht sein kann... für 4 Fastentage hätte ich noch weitaus mehr essen können... sagt zumindest mein Verstand. Allerdings ist der nicht sehr laut momentan...

Irgendwann heute Nachmittag habe ich erbrochen, weil ich das Gefühl im Bauch nicht ertragen konnte... das von heute Abend ist aber schon seit Stunden in mir drin und das Gefühl ist unerträglich! Am liebsten will ich gar nicht mehr darüber nachdenken, es macht mich krank!

 

Therapie war dafür heute gut. Leider habe ich den nächsten Termin erst wieder am 18. Juni, weil meine Therapeutin 1. Ferien hat und 2. müssen wir ja die Genehmigung abwarten. Hach menno, das ist so lang... und was noch dazu kommt: ab Montag sind meine Eltern für 2 Wochen weg. Das tut mir nie gut... so ganz allein. Naja, jedenfalls konnte ich heute in der Therapie von diesen heftigen Gefühlen erzählen und hatte das Gefühl, verstanden zu werden, das tat mir gut. Wir haben auch noch über meine Kindheit gesprochen, über meine Mutter und über meine Zwänge, die ich als kleines Kind hatte (weil ich immer dachte, meine Mama müsste sterben, wenn ich den Zwängen nicht nachgehe). Irgendwie war das in dem Moment eben einfach nur ein Erzählen für mich, aber im Nachhinein hat mich das doch noch stark beschäftigt. Ich glaube, ich komme ganz gut mit ihr klar.

Hab auch später, als ich mit meinem Hund unterwegs war, noch geheult. Ich glaube aber auch, dass ich heute so drauf war wegen dem Essen. Wenn ich esse, kommen irgendwie so viele Gefühle (nicht diese ambivalenten, intensiven, plötzlichen Borderlinegefühle, sondern die "normaleren"), kennt das jemand? Ist das normal? Da zeigt sich dann irgendwie die Funktion, die das Hungern scheinbar "erfüllt".

Möchte nochmal darauf hinweisen, falls das nicht deutlich geworden ist, dass meine Aggression wirklich nur in mir selbst herrscht und ich nach außen und zu anderen Personen nie aggressiv bin. Ich bin absolut introvertiert und Aggression und Impulsivität richten sich ausschließlich gegen mich. Die Aggression treibt mich nur dazu, sehr patzig zu reagieren und das ist natürlich für andere nicht nachvollziebar und auch einfach unfair. Nur schaffe ich es nicht gänzlich, die Aggression, wenn sie denn da ist, in MIR zu behalten, weil es mich zerreißt. Deshalb kommt das Patzige halt noch durch. Ich gehe aber nie gegen andere, nur gegen mich selbst (eben durch SVV, ES, Medikamente,...). Hach, so kompliziert. Ich weiß auch nicht so genau, ob ich so richtig rüberbringen kann, worin der Unterschied liegt zwischen diesen Borderlinegefühlen (Aggressivität und heftige Trauer) und den "normaleren" Gefühlen, die auch meistens irgendwie begründet sind...

 

Ich muss jetzt dringend ins Bett, ich bin so müde und will heute wirklich nicht mehr nachdenken. Morgen muss ich meine Schwester rumkarren, da habe ich gar keine Lust drauf. Ich hoffe, wir sind nicht länger als 5 Stunden unterwegs!

Schlaft gut,

eure Jule

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